Der keltische Jahreskreis

Der keltische Jahreskreis ist ein traditioneller Kalender, der dem natürlichem Zyklus der Jahreszeiten folgt. 

Er durchläuft jedes Jahr aufs neue den Weg der Sonne und des Mondes, und feiert  mit seinen 
Sonnen- und Mondfesten die ewige Wiederkehr von Wachstum, Ernte, Ruhe und Erneuerung. 
Anhand der Feste können wir erkennen, das die naturverbunden Kelten im Einklang mit der Natur
 und ihrem Zyklus  lebten. 

Samhain (Allerseelen) 31.Oktober und 1. November
11. Neumond
leitet den Beginn es neuen Keltischen Jahreskreises ein. Es  ist das Ahnen- und Totenfest der Kelten,
und zugleich das Neujahrfest der Druiden und Hexen. Es  heißt in dieser besonderen Nacht stehen die Tore zur Anderswelt weit offen, die Kommunikation mit den Ahnen ist möglich. Feinfühlige Menschen können den Austausch der Energieflüsse zwischen der Welt der Lebenden und der Toten wahrnehmen.
 Es ist auch eine Zeit um altes gehen zu lassen, um Platz für neues zu schaffen.

Jul / Yule (Wintersonnenwende) 21. oder22. Dezember
Die Geburt des Lichts
Die Wintersonnenwende bringt den meist lang ersehnten Wendepunkt, es ist die längste Nacht im Jahr. Nach dieser Nacht werde die Tage wieder länger und das Licht kehrt zurück. Noch halten die Tiere Winterschlaf und die Bäume sind kahl, draußen ist es frostig und wir harren geduldig in unseren Räumen aus. Es ist die Zeit um auszuruhen und unsere Energietanks für das kommende Jahr aufzufüllen.

Imbolc (Lichtmess) 1. und 2. Februar
Vollmond nach der Wintersonnenwende
Anfang Februar können wir das neu geborene Licht schon deutlich besser war nehmen. Die Tage werden länger und die Vögel zwitschern schon lauter ihr Lied.  An manchen Tagen zieht noch Frost übers Land, und doch machen sich die ersten Frühblüher bereits auf den Weg.
Brigit die Überbringerin des Lichts ( bride=hell) leuchtet uns jetzt, damit wir Inspiration, Visionen und unseren Mut finden neue Samen für unser Leben zu säen. Für die Kelten die sich in ihren Behausungen vor der Kälte verbarrikadiert hatte, kam nun die Zeit des Frühjahrputz  und der Reinigung.
 Auch in unserem jetzigen Leben ist es ein guter Zeitpunkt zur Reinigung.
Ob Hausputz oder Fastenkur das entscheidet jeder selbst.

 Ostsara (Frühlings Tagundnachtgleiche) 20. bis 23. März
Die Wiedergeburt
Die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche ist der Punkt an dem die dunkele Jahreshälfte endet und die Zeit des lichten Jahres beginnt. Die Natur und die Menschen erwachen zu neuem Leben. Das erste Grüns zeigt sich an den Bäumen, und die ersten Knospen brechen kraftvoll durch. Es ist die Zeit des  Aufblühens, der Lebenslust und der Fruchtbarkeit. Der Hase und Eier galten schon damals als Symbol der Fruchtbarkeit die der Fruchtbarkeitsgöttin Ostara gewidmet waren. 

Beltane (Maifest) 30. April und 01. Mai
Dunkelmondfest Ekstase und Lieben
Ende April, Anfang Mai ist die Natur nicht mehr zu bremsen, alles erblüht. Der violette Flieder mit seinem betörendem Duft, der Apfelbaum mit seinen weißen Blüten, die Osterglocken und auch die bunten Primeln. Der Frühling ist nicht zu übersehen und mit ihm die Lust und Sinnesfreuden. Maibäume werden aufgestellt und traditionell wird in der 1. Nacht zum Mai vor allem getanzt, gefeiert und geliebt! Die Freinacht ist die Nacht der freien Liebe in der unbeschwerte Erotik und Sinnesfreuden gelebt werden darf.


 Litha (Sommersonnenwende) 21. Juni
Fruchtbarkeit
Mittsommer, die Mitte des Sommers der Höchststand der Sonne ist erreicht auch wenn die Hitze des Sommers noch kommt.  Die kürzeste Nacht des Jahres und die Bäume und Pflanzen stehen in vollem Saft. Vielerorts werden Feuer angezündet (Johannisfeuer, Mittsommerfeuer), sie dienen der Feier des prallen Lebens. Es ist eine gute Zeit, um den passenden Partner zu wählen. Gemeinsam springen Braut und Bräutigam, mit Blumenkränzen und Beifuß geschmückt über das Feuer, und wenn sie das ohne Schaden schaffen, steht einer glücklichen Partnerschaft nichts im Wege. Eine schöne Tradition ist es auch jetzt Kräuterbüschel zu binden, die zur Wintersonnenwende entzündet werden
oder zum Ende der Rauhnächte dem  Feuer übergeben werden.

Lammas oder Lughnasad (Fest der Schnitterin) 2. August
8. Vollmond nach der Wintersonnenwende
Mit diesem Fest beginnt die Erntezeit. Es liegt zwischen der Sommersonnenwende und der 
Herbst-Tagundnachtgleiche. Die Sichel der Schnitterin zeigt als Symbol was nun zu tun ist. Die Geschenke der Natur in Form von reifen Früchte und  Heu werden eingefahren, sie dienen als Vorräte für die dunkle und kalte Jahreszeit. Erst wenn die Ernte eingebracht ist, gilt sie als gesichert und kann durch Sturm, oder Regen nicht mehr zur Nichte gemacht werden. Die Schnitterin hilft einerseits mit ihrer Sichel die Ernte einzubringen anderseits erinnert die Sichel auch an den Gevatter Tod. So ist auch das Abernten und das Pflücken des reifen Obstes von Bäumen im übertragenen Sinn ein Tod, denn das Land und die Bäume verlieren ihre Kinder. Wer die Reichen Gaben der Natur annimmt, sollte ihr auch Dank erweisen. 
Eine schöne Tradition ist es, in Dankbarkeit etwas auf den Feldern oder in den Gärten stehen zu lassen
 um die Wertschätzung der Natur zum Ausdruck zu bringen. 

Mabon (Herbst Tagundnachtgleiche) 20. bis 23. September
Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist der Gegenpol zu Ostara, nun werden die Nächte wieder länger. Vorräte sind angelegt und die Erntezeit ist beendet. Jetzt kehrt wieder etwas mehr Ruhe ein und wir haben die Möglichkeit unserer Ergebnisse für dieses Jahr zu überprüfen. Die Natur zeigt noch einmal ihre Fülle mit ihre großartigen rot-orangen Farbenpracht, während wir miteinander unsere Essen, Trinken und unsere Schätze am Erntedankfeuer teilen. 

Die Magie der Rauhnächte

 13 Wünsche Ritual 

Für dieses schöne Ritual nimmst du dir 13 kleine Zettel, die gleich groß sind und am besten auch die gleiche Farbe haben, so das du sie nicht mehr unterscheiden kannst.  Auf je einen Zettel schreibst du nun einen Herzenswunsch für das neue Jahr. Formuliere deine Wünsche klar und deutlich und in der Gegenwart. Du wünscht dir Gesundheit? Dann schreibst du auf deinen Zettel: Ich bin gesund. Such dir einen gemütlichen Platz in deinem Haus oder deiner Wohnung und nimm dir ausreichend Zeit, um dir deiner Herzenswünsche klar zu werden. Welche Wünsche kommen dir spontan in den Sinn? Welche sind dir besonders wichtig? Was erfüllt dich? Dann faltest oder rollst du die Zettel einheitlich zusammen und gibt sie in eine kleine Schachtel oder Schale. Du kannst auch einen Beutel nehmen.  

Schreib deine Wünsche am besten am Tag vor dem 21. Dezember der Wintersonnenwende 
oder bereits in den davorliegenden 12 Speernächten auf die 13 Zettel. 
 
Je nach Region, und dem eigenen Gefühl kannst du die Rauhnächte am 21. Dezember oder auch ab dem 24. Dezember feiern.  Schau einfach was für dich am besten passt. Und dann geht es los... 


Du übergibst deine Wünsche dem Feuer 

Ab der ersten Raunacht  nimmst du jeden Tag einen der Zettel heraus und verbrennst ihn in einer kleinen feuerfesten Schale oder im Kamin.  Bitte achte immer darauf das deine Feuerstelle brandsicher ist!
Nun spürst du noch mal in dich rein, verbindest dich mit deinem Herzen und ziehst einen Zettel. 
Diesen Zettel übergibst du geschlossen, ohne ihn nochmal zu öffnen und nachzuschauen um welchen Wunsch es sich handelt dem Feuer. In den nächsten 12 Tagen steigen nun täglich deine Wünsche zum Himmel hinauf, und das Universum kann sich um die Erfüllung deiner Wünsche kümmern. Nachdem du die Zettel verbrannt hast, streu die Asche in deinen Garten und übergib Sie Mutter Erde. So können deine Wünsche mit der Kraft des Himmels und der Kraft der Erde wahr werden. 
 

Der 13. Wunsch

Nach dem Ende der Raunächte je nach dem wann du begonnen hast am 01. oder dem 06. Januar ist noch ein letzter Zettel übrig. Diesen darfst du nun öffnen und nachlesen, welcher Wunsch darauf steht.
Um diesen einen Wunsch darfst du dich nun im neuen Jahr selbst kümmern …


Ich wünsche Dir eine magische Rauhnachtszeit!

Liebe Grüße 

Kerstin